2005-2006: Somatische und psycho-soziale Effekte eines 8wöchigen Nordic Walking Trainings bei gesunden Personen im späten Erwachsenenalter

Projektrahmen

  • Projektbearbeiter: Prof. Dr. Kuno Hottenrott, Prof. Dr. Oliver Stoll, Kristin Ringel,
    Dr. René Schwesig
  • Projektleiter: Prof. Dr. Kuno Hottenrott
  • Thementyp: Drittmittelprojekt
  • Mittelgeber: Industrie
  • Projektlaufzeit: 01.10.2005 – 01.12.2006
  • Schlagwörter: Nordic Walking, Belastungssteuerung, Flow-Erleben

Kurzbeschreibung

Hintergrund:

Nordic Walking, die sportliche Variante des Gehens, besitzt im Rahmen gesundheitsorientierter Ausdauertrainingsprogrammeeinen hohen Stellenwert. Allerdings werden in der Praxis häufigÜber- oder auch Unterforderungen durch eine unangemessene Belastungsintensitätbeobachtet. Die Belastungsteuerung ist jedoch essentiell fürdie effektive Umsetzung eines Trainingskonzeptes.
Zielsetzung: Es ist zu prüfen wie sich ein 8wöchiges NordicWalking Training auf die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit,den Muskelstoffwechsel, die Gesundheitswahrnehnung, das Flow-Erlebenund auf Körpergewicht sowie auf die Körperzusammensetzungauswirkt. Dabei steht Mittelpunkt die Frage inwiefern ein beanspruchungsorientiertesTraining einen größeren Benefit gegenüber einersubjektiv gewählten Belastungsintensität hat.

Methodik:

Die Rekrutierung der Probanden erfolgte über eineAnzeige in den Sonntags-Nachrichten. Aus 300 Interessierten wurden48 Probanden (Alter 62,23 ± 7,04 Jahre) randomisiert ermittelt,die die Kriterien der (Herz-)gesundheit nach medizinischem Standarderfüllten (Werdan, 2004). In einem feldexperimentellen, kontrolliertenPrä-Post-Design werden 48 Probanden in vier Gruppen randomisiertt.Die Teilnehmer der zwei Versuchsgruppen sollen innerhalb der vonPolar angegebenen Parameter für die OwnZone mittel trainieren.Zu diesem Zweck wurden die Probanden mit Herzfrequenzmessgerätenausgestattet, um den Trainingsbereich kontrollieren zu können.Die Teilnehmer der Kontrollgruppen tragen nur einen Brustgurt, deres den Untersuchern ermöglicht, die Trainingsdaten aufzuzeichnen,dem Träger allerdings keine Rückmeldung liefert. Die Probandender Kontrollgruppe trainieren allein nach subjektiven Belastungsempfinden.Neben der Kontrolle der Herzfrequenz werden Laktatuntersuchungenin den Trainingsstunden durchgeführt, um zusätzlich Rückschlüsseüber die Beanspruchung ziehen zu können.

Alle Probanden der Studie absolvieren umfangreiche Laboruntersuchungenbei denen folgende Tests durchgeführt werden:
-Fitnesstest mit Polar F11
-Lagewechseltest mit S810i mit Aufzeichnung der Herzfrequenzvariabilität und des Blutdrucks
-Messung Körperzusammensetzung (Bioimpedanz) im Liegen undim Stehen

Darüber hinaus wird eine zweistufige Laufbanduntersuchung durchgeführt,beginnend mit bei sechs km/h (gehen) und acht km/h (joggen). DieBelastungsstufen sind jeweils fünf Minuten lang. Nach jederder beiden Belastungsstufen werden der Blutdruck, das Laktat unddas subjektive Empfinden ermittelt.
Die Operationalisierung des Flow-Erlebens erfolgt über dieFlow-Kurzskala von Rheinberg (1987). Die Skala soll einmal pro Wochein unmittelbarem Anschluss an das Training zum Einsatz kommen.

Ausblick: Ein beanspruchungsorientiertes Training führt zueiner besseren physischen und psychischen Leistungsfähigkeitals ein Training, das allein aufgrund des subjektiven Belastungsempfindender Probanden durchgeführt wird.

Kooperationspartner:

  • Polar Electro GmbH Deutschland (extern)

Groß- und Spezialgeräte:

  • S 810 (Polar)
  • F 11 (Polar)
  • Team-System (Polar)