2004 – 2005 Trainierbarkeit und Belastbarkeit von Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz

2004 – 2005
Trainierbarkeit und Belastbarkeit von Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz im Vergleich zu Herzgesunden im Alter von 50-65 Jahren

  • Projektbearbeiter: Kristin Ringel
  • Projektleiter: Prof. Dr. Kuno Hottenrott
  • Mittelgeber: Industrie
  • Projektlaufzeit: 01.07.2004 – 01.01.2007
  • Schlagwörter: Rehabilitation; Herzinsuffizienz; Trainierbarkeit

Kurzbeschreibung

Hintergrund:

Ergebnisse der longitudinalen Framingham-Studie (über 30 Jahre) haben gezeigt, dass trotz intensiver Forschung im therapeutischen Bereich kaum Verbesserungen der schlechten Prognose der Herzinsuffizienz erreicht werden konnten (Erdmann, 2003). Da körperliches Training als wesentlicher Bestandteil der Therapie der Herzinsuffizienz angesehen wird (Meyer, 2000), muss aus sportwissenschaftlicher Sicht das bisherige bewegungstherapeutische Konzept in der Sekundärprävention hinterfragt werden. Die Rehabilitationsmaßnahmen stützen sich derzeit primär auf die Entwicklung der aeroben Leistungsfähigkeit. Für die Behandlung von Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz scheint ein reines Ausdauertraining jedoch unzureichend zu sein und sollte durch neuromuskuläre (Koordination, Kraft, Beweglichkeit)ergänzt werden.

Studienziele:

Ziel der Studie ist es, die Trainierbarkeit und Belastbarkeit von Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz unter einem individuell angepassten Rehabilitationsprogramm zu prüfen. Das von uns entwickelte Programm basiert auf neuen trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen unter besonderer Berücksichtigung der Herzfrequenzvariabilitätsmessung (Hottenrott, 2002, 2004). Das modularisierte Trainingsprogramm zielt auf eine maximale Ausschöpfung des individuellen Adaptationspotentials der Patienten ab. Langfristig ist zu hoffen, dass dadurch die Rate der kardiovaskulären Komplikationen (MACE: Tod, nicht-letaler Herzinfarkt, Krankenhauseinweisungen) besser reduziert werden kann als mit dem jetzigen Trainingsprogramm.

Hauptzielvariablen:
kardiale Parameter (Herzfrequenz und -variabilität)
pulmonale Parameter (z.B. Sauerstoffaufnahme)
Laborparameter (z.B. CRP; IL-6)
sportmotorische Parameter (z.B. Haltungsregulation)
psychosoziale Variablen (z.B. HADS-D; SF-36)

Publikation:

  • Schwesig, R., Ringel, K., Montanus, H. & Hottenrott, K. (2005). Tageszeitliche Variabilität in der Haltungsregulation bei KHK-Patienten In S. Würth, Panzer, S., Krug, J. & Alfermann, D. (Hrsg.), Sport in Europa (Schriften der Deutschen Vereinigung für

Kooperationspartner:

  • Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III der MLU (Prof. Dr. med. K. Werdan) (intern)
  • Institut für Rehabilitationsmedizin der MLU (Prof. Dr. med. W. Mau) (intern)
  • Elbe-Saale-Klinik GmbH (Dr. med. H. Montanus) (extern)
  • Charité Berlin (extern)
  • Firma TOGU (extern)
  • Polar Electro GmbH (extern)

Groß- und Spezialgeräte:

  • Interaktives Balancesystem
  • Polar S 810 (HRV-Messung)